09.06.2009 Mick Waters, Vorstand des irischen Vereins ehemaliger Heimkinder (survivors) hat in einem langen Telefongespräch eine Nachricht für den VEH mit auf den Weg gegeben:
Wir (die Iren) kämpfen seit vielen Jahren um unser Recht, unser Leben, unsere Rehabilitation und um die Entschädigungszahlungen
Es ist ein Kampf – stellt euch darauf ein! Denn die andere Seite, die Seite der Täterorganisationen, des Staat, der Kirchen, wird nicht einen Schritt auf euch zugehen, zu dem sie nicht gezwungen wird! Sie kämpfen knallhart und mit allen Tricks und Mitteln, die ihnen zu Gebote stehen. Lasst euch nicht in Sicherheit wiegen, lasst euch nicht täuschen, lasst euch nicht von ihnen überreden, lasst euch nicht vereinnahmen!
Nehmt all eure Kraft, euren Mut, eure Klugheit und Energie zusammen – dann werdet ihr als Sieger hervorgehen. Aber auch nur dann!
Ein Kampf OHNE Anwälte ist ein verlorener Kampf! Es geht nur mit euren Anwälten! Genau wie bei euch haben sie auch bei uns versucht, unsere Anwälte auszuschließen, haben versucht diese – und uns – zu diffamieren und zu diskreditieren. Lasst nicht ab von dem eingeschlagenen Weg! Es ist der einzig richige!
LASST EUCH NICHT VEREINZELN!!!!!
Natürlich wird versucht werden, Einzelfallregelungen ins Spiel zu bringen. Einzelfallregelungen dienen nur denen, die euch (und uns) früher misshandelt, missbraucht, gedemütigt haben. Nicht aber euch! Einzelfallregelungen bedeuten, dass jedes Detail bewiesen werden muss, dass jede Einweisung auf Rechtstaatlichkeit überprüft werden wird! Einzelfallregelungen bedeuten auch, dass derjenige, der sie akzeptiert ALLEIN dasteht in der Auseinandersetzung. Das können nur die wenigsten durchstehen!
Wir Iren stehen auf eurere Seite, auf der Seite des VEH, unser Anwalt wird mit euren Anwälten kooperieren, eine Delegation von uns wird euch besuchen kommen, wir sind absolut solidarisch mit euch!
Hier gibt es noch ein paar Links zu ausländischen Gruppen:
http://www.alliancesupport.org/
Untersuchungsbericht über Kindesmisshandlung in Irland
Verdingkinder in der Schweiz
Pressemitteilung
Zur Eröffnung der einzigartigen Fachbibliothek zum Thema Fremdplatzierung von Kindern Einladung zur Medienorientierung
Dienstag, dem 12. Januar 2010 um 10.00 Uhr im Schweizerischen Sozialarchiv,
Stadelhoferstr. 12, 8001 Zürich.
Obwohl die Fremdplatzierung von Kindern seit dem Mittelalter dokumentiert ist und in vielen Teilen Europas praktiziert wurde, findet die öffentliche Auseinandersetzung mit der leidvollen Geschichte der Anstalts-, Heim-, Pflege- und Verdingkinder leider nur vereinzelt statt. Und die Geschichtsforschung dazu hat erst begonnen...
Zum Weiterlesen s. obigen Link